Gips

Gips

Steckbrief & Eigenschaften

Chemische Formel CaSO4·2H2O
Kristallsystem monoklin, I 2/ a
Mohshärte 1.5 - 2.0
Dichte (g/cm³) 2.2 - 2.4
Farbe weiß, farblos, durch Beimengungen auch alle anderen Farben möglich, dann meist nur getönt
Glanz Glasglanz, Perlmuttglanz (Spaltflächen), Seidenglanz (Fasergips)
Transparenz transparent bis durchscheinend

Allgemeines

Vorkommen Gips ist weltweit verbreitet; es sind über 4.000 Vorkommen bekannt. Wichtige Lagerstätten in Deutschland sind Osterode am südlichen Harzrand, bei Eisleben in Sachsen-Anhalt, Borken bei Kassel und im Segeberger Kalkberg, als Bestandteil der Grabfeld-Formation („Gipskeuper“) auch im Steigerwald, der Frankenhöhe und nördlich der Schwäbischen Alb, bei Fulda-Werra-Bergland, im nordhessisches Bergland, in Franken und Baden-Württemberg (vom Grabfeld über den Raum Iphofen bis nach Rothenburg o.d.T. und weiter nach Crailsheim - Schwäbisch Hall sowie im Neckartal). (Staatl. Geol. Dienste Deutschland) In Österreich gibt es Lagerstätten in Preinsfeld bei Heiligenkreuz, Puchberg am Schneeberg, Wienern am Grundlsee, Spital am Pyhrn, Moosegg bei Golling, Abtenau und Weißenbach am Lech. In der Lagerstätte Naica (Chihuahua, Mexiko) wurden Gips-Riesenkristalle von bis zu 15 Meter Länge entdeckt. Des Weiteren konnte Gips auch in Mineralproben vom Meeresboden der Barentssee (Arktischer Ozean), des Mittelatlantischen Rückens sowie außerhalb der Erde auf dem Mars (Juventae Chasma, Margaritifer Terra) nachgewiesen werden. Bildungs­bedingungen Gips kann geologisch durch Auskristallisieren aus Calciumsulfat-übersättigtem Meerwasser entstehen, und zwar wegen seiner geringen Wasserlöslichkeit als erstes Mineral noch vor dem Anhydrit oder aber durch Hydratation von Anhydrit. Gips wird analog dem Salz in einem abgeschnürten Meeresbecken oder Binnensee, in dem die Zufuhr von Frischwasser übe

Aktuell verfügbar: Gips

Mineraldaten teilweise aus Mineralienatlas.de übernommen.